“Sinnlose Erfindung kostet 799,99 Euro”
Verfasst von teddya4 am 13. August 2008
Lebenstedter verkauft acht Kunden nutzlose Telefonsoftware – Apple sperrt Produkt nach heftigen Protesten
799,99 Euro – soviel Geld wollte der Ingenieur Armin Heinrich für sein Programm “I am rich” haben [...] Wer ein i-Phone-Telefon des Herstellers Apple besitzt, konnte sich dafür Heinrichs Erfindung bis vor wenigen Tagen aus dem Internetshop “AppStore” des Unternehmens herunterladen. Für sein Geld bekam er Folgendes: Auf dem Bildschirm seines Handys erschien ein roter Rubin. Und wenn man ein kleines “i” im unteren Teil der Grafik anklickte, bekam man einen Sinnspruch zu lesen [...] “Es gab acht Leute, die das Programm gekauft haben”, so Heinrich gegenüber der SZ. [...] “Das rote Icon auf deinem iPhone oder iPod erinnert dich (und andere, wenn du es ihnen zeigst) immer daran, dass du reich genug warst, dir das leisten zu können. Es ist ein Kunstwerk mit keinerlei versteckten Funktionen.” So stand es in der Produktbeschreibung zu “I am rich” [...]
Diesen Artikel las ich mal wieder auf den Seiten der Braunschweiger Zeitung [1]. Ein Ingenieur aus Salzgitter Lebenstedt erfindet ein Programm, dass auf dem IPhone einen roten Rubin als Hintergrund anzeigt. Dass dieser Rubin daran erinnern soll, dass man reich genug war um sich das Leisten zu können, glaube ich kaum. Ein Käufer hat sich sofort nach dem Kauf bei Apple beschwert, und siehe da, das kleine teure Programm ist aus den Reihen des AppStore verschwunden.
Wenn man wirklich soviel Geld übrig hat, um sich solch einen Rubin auf das IPhone zu kaufen, soll man es doch machen. Aber das Apple das Programm gleich komplett verbietet finde ich ein wenig übertrieben. Es soll doch jeder selbst entscheiden…
[1] http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2163/artid/8931247
Gerrit sagte
Wer sich den App gekauft hat, und gedacht hat es sei ein Witz und jetzt Geld zurück verlangt ist schon bedeppert. Es steht ja in der Beschreibung das die App nichts bringt, also selbst Schuld! Such is life!
servuzmaxguat sagte
Was mich an dem Artikel eher reizt: er ist irgendwie schräg. Wieso reden die bei der Braunschweiger Zeitung so komisch?
teddya4 sagte
@ servuzmaxguat: Warum komisch? Ich finde es eig ganz gut, um die Informationen rüber zu bringen.
servuzmaxguat sagte
Kann ich kurz erklären: ich bin zuerst über die 799 gestolpert; waren es nicht 999,-? Aaah, hie 799 Euro, da (alle anderen) 999 DOLLAR!
Dann ist am Anfang “i-Phone” falsch geschrieben, richtig ist iPhone. Im folgenden kommen dann Formulierungen wie “der Hersteller Apple” oder der “Internetshop ‘AppStore’”, was für mich redundant ist. Und es wird von “Erfindung” statt von einem Programm gesprochen.
Das ist prinzipiell (abgesehen vom Tippfehler) schon ok, weil es dann auch Oma Kawutzke, die noch nie was vom iPhone gehört hat, verstehen kann. Es liest sich nur für mich “irgendwie schräg”.
Zu guter letzt passt auch die Auswahl gerade dieser Nachricht ins Konzept der Mainstreammedien: Im Internet passieren seltsame Dinge.
teddya4 sagte
@ervuzmaxguat: Joa, unsere Braunschweiger Zeitng halt. Lese ich eigentlich auch nicht gerne. Aber wenn einem langweilig ist, macht man ja bekanntlich Dinge, die man sonst nicht tut.
Die Braunschweiger Zeitung braucht eben Artikel um ihre Seiten zu füllen